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Ein Blick in meine Seele

Manchmal fragen mich die Leute, was ich höre, wenn ich da draußen bin. Die Musik? Den Applaus? Nein. Zuerst höre ich nur das Kratzen meiner Kufen. Es ist der ehrlichste Klang der Welt. Er sagt dir sofort, ob du gut bist oder ob du gleich fallen wirst. Ich bin Yve. Und das hier ist nicht nur Sport. Das ist mein Herzschlag, der auf dem Eis gefriert.

​Wo alles begann – Der Kampf in Weiß

​(Ich schaue auf die alten Fotos. Ich trage meine weiße Daunenjacke, Jeans, meine Brille. Keine Pailletten, kein Make-up. Nur ich.)

​Erinnerst du dich an die Kälte? Nicht die angenehme Kühle einer Arena, sondern diese beißende Kälte in der alten Halle am Stadtrand, morgens um halb fünf.

Ich trug diese weiße Jacke wie einen Panzer. Ich war noch niemand. Kein Star. Nur eine Frau mit einem fast schon wahnsinnigen Traum.

​Gedankenblitz: Warum mache ich das eigentlich? Meine Beine brennen. Der letzte Sturz hat einen blauen Fleck hinterlassen, der aussieht wie eine Landkarte. Aber wenn ich nicht auf dem Eis bin, fühlt sich mein Leben… grau an. Hier draußen, im Sprung, da bin ich bunt. Da bin ich frei.

​Ich nahm Anlauf. Immer und immer wieder. Ich übte den Axel in Jeans – was eigentlich Wahnsinn ist, weil der Stoff dich bremst. Aber ich dachte mir: „Wenn ich es in Jeans schaffe, fliege ich im Kostüm zum Mond.“

Ich erinnere mich an das Gefühl, als ich zum ersten Mal die Schwerkraft wirklich besiegte. Nicht nur hochsprang, sondern flog. Meine Haare peitschten mir ins Gesicht, meine Brille rutschte fast, aber ich landete sicher.

In diesem Moment wusste ich: Ich gehöre nicht in die Zuschauerränge. Ich gehöre in die Mitte.

Das blaue Wunder – Die Geburt des Superstars

​(Schnitt. Jahre später. Ich stehe hinter dem Vorhang. Ich trage das dunkelblaue Kleid, besetzt mit Kristallen, die wie Sterne funkeln. Ich zittere. Nicht vor Kälte, sondern vor Adrenalin.)

​Da draußen sitzen 20.000 Menschen. Ich höre das dumpfe Rauschen der Menge. Mein Herz hämmert so laut gegen meine Rippen, dass ich Angst habe, man sieht es durch den Stoff.

​Seelenzustand: Angst. Reine, nackte Angst. Was, wenn ich falle? Was, wenn ich sie enttäusche? … Atme, Yve. Atme. Sobald die Musik angeht, bist du keine Person mehr. Du bist Musik, die Form angenommen hat. Du bist der Sturm.

​Das Licht geht an. Spot auf mich. Ich gleite hinaus.

Sobald das Eis unter mir gleitet, ist die Angst weg. Es ist wie Magie. Ich bin in meinem Element. Ich hole Schwung für den ersten großen Sprung.

Der vierfache Toeloop. Niemand hat mir zugetraut, ihn in einer Show zu zeigen. „Zu riskant“, sagten sie. „Mach eine sichere Nummer“, sagten sie.

Aber Sicherheit hat mich nie interessiert.

​Ich springe.

Eins. Zwei. Drei. Vier Umdrehungen.

Die Welt um mich herum verschwimmt zu einem Tunnel aus Licht. Für den Bruchteil einer Sekunde herrscht absolute Stille in meinem Kopf. Keine Gedanken, nur das Gefühl der Rotation.

​Klack.

Meine Kufe trifft das Eis. Sauber. Perfekt.

Ein Aufschrei geht durch die Halle, aber ich bin noch nicht fertig. Ich hänge sofort den dreifachen Rittberger an. Ich lache. Ich lache mitten in der Drehung, weil ich spüre: Heute kann mich nichts aufhalten. Heute schreibe ich Geschichte.

​Der Blumenregen – Wenn Liebe sichtbar wird

​(Die Musik endet mit einem dramatischen Paukenschlag. Ich stehe in meiner Endpose, den Kopf im Nacken, die Arme weit ausgebreitet.)

​Ich ringe nach Luft. Meine Lungen brennen, aber es ist ein süßer Schmerz. Und dann bricht es los. Ein Donnerwetter aus Applaus. Es ist körperlich spürbar, wie eine warme Welle, die mich trifft.

​Ich fahre zur Bande, winke, und sehe die Gesichter. Ich sehe Kinder mit großen Augen, die so aussehen wie ich damals. Ich sehe Menschen, die weinen.

Und dann fliegen die Blumen. Rote Rosen, weiße Lilien, Plüschtiere. Das Eis wird bunt.

​Emotionale Explosion: Ich muss weinen. Ich kann es nicht zurückhalten. Hinter meiner Brille sammeln sich die Tränen. All die Stunden, all die Schmerzen, die Momente, in denen ich aufgeben wollte… sie waren genau hierfür. Ich werde geliebt. Nicht nur für das, was ich tue, sondern für das, was ich ihnen gebe: Einen Moment der Unmöglichkeit.

​Ich hebe einen Strauß auf, drücke ihn fest an mich und werfe Küsse in die Menge. Ich fühle mich unbesiegbar und gleichzeitig so verletzlich wie nie.

Ich bin Yve. Das Mädchen in der weißen Jacke, das zur Königin in Blau wurde. Und ich weiß jetzt:

Solange ich dieses Eis unter den Füßen habe, werde ich immer fliegen.

Schlagworte: #Fantasie#Kurzgeschichte#Made by KI#Träume

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